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	<title>Kommentare für Hans Oberberger</title>
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	<description>politische Kommunikation</description>
	<lastBuildDate>Sun, 06 Feb 2011 22:07:45 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu Tage des Ruhms &#8211; Bloggen aus dem Krisengebiet von Ägypten, Gutjahr und deutsche Medien: Mehr Vernetzung, bitte! &#171; Medienpraxis</title>
		<link>http://www.hansoberberger.de/2011/02/tage-des-ruhms-bloggen-aus-krisengebieten/#comment-41</link>
		<dc:creator>Ägypten, Gutjahr und deutsche Medien: Mehr Vernetzung, bitte! &#171; Medienpraxis</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Feb 2011 22:07:45 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Hans Oberberger: Tage des Ruhms &#8211; Bloggen aus den Krisengebieten [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Hans Oberberger: Tage des Ruhms &#8211; Bloggen aus den Krisengebieten [...]</p>
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		<title>Kommentar zu Tage des Ruhms &#8211; Bloggen aus dem Krisengebiet von vera</title>
		<link>http://www.hansoberberger.de/2011/02/tage-des-ruhms-bloggen-aus-krisengebieten/#comment-40</link>
		<dc:creator>vera</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Feb 2011 01:53:52 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, das habe ich schon verstanden. Vielleicht bin ich gerade ein bißchen einseitig beleuchtet, weil ich mich so viel mit dem Unternehmer-Journalismus beschäftige. Ich halte zwei Möglichkeiten für wahrscheinlich: Entweder man wartet mit Krisenberichten, bis man einen Namen hat und sich ein Team leisten kann bzw. vom Auftraggeber bekommt, oder man vernetzt sich mit Kollegen und legt gemeinsam los. Daß es nur qua Redaktionszugehörigkeit gehen soll, halte ich für eine peu à peu aus der Mode geratende Vorstellung.

Was soll besser sein in einer gefährlichen Situation, wenn das gesamte Team hinein gerät? Redaktion oder Botschaft sind da auch ziemlich hilflos, Bodyguards habe ich sowieso eher selten. Über Versorgung muß ich mir mit Team ebenfalls Gedanken machen, oder ich verlasse mich auf einen Fahrer, wenn ich bspw. in die Wüste fahre. Dann bin ich zur Lageeinschätzung ohnehin auf Satellitentelefon angewiesen.

Ich male mir neue Möglichkeiten aus und höre herum, was anderen dazu einfällt (getreu der Vernetzungsidee) oder welche Ideen sie haben. Es ist so vieles in Bewegung ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, das habe ich schon verstanden. Vielleicht bin ich gerade ein bißchen einseitig beleuchtet, weil ich mich so viel mit dem Unternehmer-Journalismus beschäftige. Ich halte zwei Möglichkeiten für wahrscheinlich: Entweder man wartet mit Krisenberichten, bis man einen Namen hat und sich ein Team leisten kann bzw. vom Auftraggeber bekommt, oder man vernetzt sich mit Kollegen und legt gemeinsam los. Daß es nur qua Redaktionszugehörigkeit gehen soll, halte ich für eine peu à peu aus der Mode geratende Vorstellung.</p>
<p>Was soll besser sein in einer gefährlichen Situation, wenn das gesamte Team hinein gerät? Redaktion oder Botschaft sind da auch ziemlich hilflos, Bodyguards habe ich sowieso eher selten. Über Versorgung muß ich mir mit Team ebenfalls Gedanken machen, oder ich verlasse mich auf einen Fahrer, wenn ich bspw. in die Wüste fahre. Dann bin ich zur Lageeinschätzung ohnehin auf Satellitentelefon angewiesen.</p>
<p>Ich male mir neue Möglichkeiten aus und höre herum, was anderen dazu einfällt (getreu der Vernetzungsidee) oder welche Ideen sie haben. Es ist so vieles in Bewegung &#8230;</p>
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		<title>Kommentar zu Tage des Ruhms &#8211; Bloggen aus dem Krisengebiet von vera</title>
		<link>http://www.hansoberberger.de/2011/02/tage-des-ruhms-bloggen-aus-krisengebieten/#comment-39</link>
		<dc:creator>vera</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Feb 2011 00:35:13 +0000</pubDate>
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		<description>@Hans
&lt;em&gt;Horror vacui&lt;/em&gt; für ein Programm ist aber hübsch!
Hatte es gesehen; das liegt wahrscheinlich an einem schlampert programmierten Template. WP versucht so etwas eigentlich zu ändern, wenn man es es ihnen mitteilt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Hans<br />
<em>Horror vacui</em> für ein Programm ist aber hübsch!<br />
Hatte es gesehen; das liegt wahrscheinlich an einem schlampert programmierten Template. WP versucht so etwas eigentlich zu ändern, wenn man es es ihnen mitteilt.</p>
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		<title>Kommentar zu Tage des Ruhms &#8211; Bloggen aus dem Krisengebiet von Hans Oberberger</title>
		<link>http://www.hansoberberger.de/2011/02/tage-des-ruhms-bloggen-aus-krisengebieten/#comment-38</link>
		<dc:creator>Hans Oberberger</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 18:54:41 +0000</pubDate>
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		<description>Und, äh, ja. Wordpress hat offenbar einen &quot;horror vacui&quot;. Auch ich habs nicht geschafft, die Absätze nachträglich reinzusetzen. Zieht das Programm bei Kommentaren automatisch zusammen. Sorry ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Und, äh, ja. WordPress hat offenbar einen &#8220;horror vacui&#8221;. Auch ich habs nicht geschafft, die Absätze nachträglich reinzusetzen. Zieht das Programm bei Kommentaren automatisch zusammen. Sorry ;-)</p>
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		<title>Kommentar zu Tage des Ruhms &#8211; Bloggen aus dem Krisengebiet von Hans Oberberger</title>
		<link>http://www.hansoberberger.de/2011/02/tage-des-ruhms-bloggen-aus-krisengebieten/#comment-37</link>
		<dc:creator>Hans Oberberger</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 18:51:33 +0000</pubDate>
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		<description>Die Unterscheidung bezieht sich nicht auf das Schreiben, sondern auf die Logistik. Es ist schlicht gefährlich ohne entsprechenden Rückhalt in ein Krisengebiet zu fahren (Versorgung, unabhänigige Lageeinschätzung, notfalls Hilfe in kritischen Situationen). Da können heimische Redaktionen auch nur bedingt helfen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Unterscheidung bezieht sich nicht auf das Schreiben, sondern auf die Logistik. Es ist schlicht gefährlich ohne entsprechenden Rückhalt in ein Krisengebiet zu fahren (Versorgung, unabhänigige Lageeinschätzung, notfalls Hilfe in kritischen Situationen). Da können heimische Redaktionen auch nur bedingt helfen.</p>
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		<title>Kommentar zu Tage des Ruhms &#8211; Bloggen aus dem Krisengebiet von vera</title>
		<link>http://www.hansoberberger.de/2011/02/tage-des-ruhms-bloggen-aus-krisengebieten/#comment-36</link>
		<dc:creator>vera</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 18:17:02 +0000</pubDate>
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		<description>Ähm - Hans, killt dein Programm Absätze? Bin sicher, daß ich sie eingefügt habe.

@Christoph,
lies bitte mal Hans Beitrag noch mal und meinen im vorigen Beitrag verlinkten Kommentar bei Ulrike Langer. Darin ist alles gesagt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ähm &#8211; Hans, killt dein Programm Absätze? Bin sicher, daß ich sie eingefügt habe.</p>
<p>@Christoph,<br />
lies bitte mal Hans Beitrag noch mal und meinen im vorigen Beitrag verlinkten Kommentar bei Ulrike Langer. Darin ist alles gesagt.</p>
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		<title>Kommentar zu Tage des Ruhms &#8211; Bloggen aus dem Krisengebiet von vera</title>
		<link>http://www.hansoberberger.de/2011/02/tage-des-ruhms-bloggen-aus-krisengebieten/#comment-35</link>
		<dc:creator>vera</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 18:12:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.hansoberberger.de/?p=340#comment-35</guid>
		<description>Auch ich hab &lt;a href=&quot;http://medialdigital.de/2011/02/04/ein-lanze-fur-den-unternehmerjournalismus-richard-gutjahr-in-kairo/#comment-5481&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;bei Ulrike Langer&lt;/a&gt; im Prinzip das Gleiche geschrieben. Über eines falle ich aber hier: Mich stört der explizite Unterschied, der zwischen Alleinschreibern und Teamarbeitern gemacht wird (vorletzter Absatz).



Es wäre doch ein sinnvoller - und notwendiger - Schritt, diejenigen, die es können und wollen, alleine loszuschicken und ihnen die Unterstützung der heimischen Redaktion zu geben. Wohlgemerkt, bei angemessener Bezahlung und keinesfalls in einem Status, wie ihn Thomas Knüwer &lt;a href=&quot;http://www.indiskretionehrensache.de/2011/02/onlinejournalismus/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;hier beschreibt&lt;/a&gt;.



Denkbar wäre auch, sich bei den in fast allen Ländern vorhandenen Redaktionen stunden- oder bedarfsweise einzuklinken und ihre Infrastruktur und notfalls ihren Schutz zu nutzen. Das könnte auf Gegenseitigkeit vereinbart werden oder gegen ein Entgelt.



Die Vernetzung wird sowieso das Thema der nächsten Jahre sein. Wenn nicht alle umdenken, werden wir  uns bei dem albernen Versuch aufreiben, das Rad immer wieder neu zu erfinden. Mit diesem Modell kann ein attraktiver, mobiler und zeitgemäßer Journalismus entstehen, der auch von Zusammenarbeit und Kollegialität lebt. Statt uns über die alte Garde aufzuregen, die ihre unflexiblen Strukturen z.B. durch ein Leistungsschutzrecht bewahren will, oder über die geeignetsten Apps zu streiten, könnten wir ja mal anfangen, uns zu vernetzen. Und zu experimentieren. Traut euch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auch ich hab <a href="http://medialdigital.de/2011/02/04/ein-lanze-fur-den-unternehmerjournalismus-richard-gutjahr-in-kairo/#comment-5481" rel="nofollow">bei Ulrike Langer</a> im Prinzip das Gleiche geschrieben. Über eines falle ich aber hier: Mich stört der explizite Unterschied, der zwischen Alleinschreibern und Teamarbeitern gemacht wird (vorletzter Absatz).</p>
<p>Es wäre doch ein sinnvoller &#8211; und notwendiger &#8211; Schritt, diejenigen, die es können und wollen, alleine loszuschicken und ihnen die Unterstützung der heimischen Redaktion zu geben. Wohlgemerkt, bei angemessener Bezahlung und keinesfalls in einem Status, wie ihn Thomas Knüwer <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2011/02/onlinejournalismus/" rel="nofollow">hier beschreibt</a>.</p>
<p>Denkbar wäre auch, sich bei den in fast allen Ländern vorhandenen Redaktionen stunden- oder bedarfsweise einzuklinken und ihre Infrastruktur und notfalls ihren Schutz zu nutzen. Das könnte auf Gegenseitigkeit vereinbart werden oder gegen ein Entgelt.</p>
<p>Die Vernetzung wird sowieso das Thema der nächsten Jahre sein. Wenn nicht alle umdenken, werden wir  uns bei dem albernen Versuch aufreiben, das Rad immer wieder neu zu erfinden. Mit diesem Modell kann ein attraktiver, mobiler und zeitgemäßer Journalismus entstehen, der auch von Zusammenarbeit und Kollegialität lebt. Statt uns über die alte Garde aufzuregen, die ihre unflexiblen Strukturen z.B. durch ein Leistungsschutzrecht bewahren will, oder über die geeignetsten Apps zu streiten, könnten wir ja mal anfangen, uns zu vernetzen. Und zu experimentieren. Traut euch.</p>
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		<title>Kommentar zu Tage des Ruhms &#8211; Bloggen aus dem Krisengebiet von Christoph v. Gallera aka mittelhesse</title>
		<link>http://www.hansoberberger.de/2011/02/tage-des-ruhms-bloggen-aus-krisengebieten/#comment-34</link>
		<dc:creator>Christoph v. Gallera aka mittelhesse</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 16:00:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.hansoberberger.de/?p=340#comment-34</guid>
		<description>Im Eifer des Gefechts waren mir im obigen Kommentar ein paar Buchstaben durchgerutscht (das kommt davon, wenn man parallel noch an zwei Artikeln schreibt). Ich bitte diese Fehler zu entschuldigen und hoffe, der Sinn wird dennoch klar (Online-Schreiben macht einen dann hin und wieder doch zum &quot;Digilastheniker&quot;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Im Eifer des Gefechts waren mir im obigen Kommentar ein paar Buchstaben durchgerutscht (das kommt davon, wenn man parallel noch an zwei Artikeln schreibt). Ich bitte diese Fehler zu entschuldigen und hoffe, der Sinn wird dennoch klar (Online-Schreiben macht einen dann hin und wieder doch zum &#8220;Digilastheniker&#8221;)</p>
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		<title>Kommentar zu Tage des Ruhms &#8211; Bloggen aus dem Krisengebiet von Christoph v. Gallera aka mittelhesse</title>
		<link>http://www.hansoberberger.de/2011/02/tage-des-ruhms-bloggen-aus-krisengebieten/#comment-33</link>
		<dc:creator>Christoph v. Gallera aka mittelhesse</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 15:49:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.hansoberberger.de/?p=340#comment-33</guid>
		<description>Richard Gutjahrs Ägypten-Aktion - PR in eigener Sache

Offen ausgesprochen ist seine Aktion vor allem eines: Ein geschickter PR-Schachzug, um sich ins Geschäft zu bringen. Ich habe mir erst überlegt, ob ich im Mittelhessenblog unter der Rubrik Journalismus und Internet etwas dazu schreibe. Ich denke, hier ist auch ein guter Platz. 
Gutjahr ist kein Unbekannter. In Onliner-Kreisen zumal. Dann hat er als Fernsehmann seine Kontakte. Wie es um sein privates Umfeld bestellt ist, weiß ich nicht.
Aber: Wäre ich solo, müsste auf niemanden privat Rücksicht nehmen (Kinder, Frau) hätte ich diesen Job ebenfalls gemacht. Warum: Ein klassisches journalistisches Feld: Kriegs- und Krisenberichterstattung waren schon immer das, was &quot;ging&quot;. Das fängt mit den Berichten eines Marco Polos an , geht über Merian und wird mit Gutjahrs Aktion nicht enden. 
Die Kernfrage ist meines Erachtens die: Gutjahr hat nach einer Möglichkeit gesucht, sein Blog ins Gespräch zu bringen mit einer spektakulären Aktion. Als Fernsehmann verfügt er dazu noch über ein entsprechendes Netzwerk. In seinem Blog hat er um entsprechende Flattr-Unterstützung gebeten. Inwieweit die etablierten Medien ihm für seinen journalistischen Vorstoß auch etwas zahlen, das bleibt vorerst sein Geheimnis oder ob sie nur &quot;dankbar&quot; sich seiner Leistung bedienen. 
Jetzt gilt noch dies: Wichtige Themen gibt es aucih im lokalen und regionalen. Der Großteil unserer Zunft arbeitet in der Regel eher im deutschsprachigen Raum, im Ausnahmefall wohl eher als weniger als freier Auslandsblogger oder Blogjournalist. Diese Arbeit muss allerdings auch finanziert werden.
Deswegen: So sehr ich Gutjahrs Gedankengänge nachvollziehen kann, so wenig halte ich es für &quot;den Durchbruch&quot; auf dem Weg zu einem Blogjournalismus, der auch wirtschaftlich interessant ist.
Aber auch aus journalistischer Hinsicht teile ich nicht unbedingt den Enthusiasmus: Interessant wird die Ägypten nämlich eigentlich erst jetzt. Wer setzt sich durch. Was machen die Ereignisse mit den Menschen? Der beste Journalist ist in dem Augenblick der, der vollkommen unauffällig in der Menge verschwindet, sich Vertraute schafft und von dieser Position aus arbeitet. Dafür muss man aber mindestens drei Dinge mitbringen: Geduld, die Abwesenheit von Eitelkeit und die Fähigkeit, der Versuchung zu widerstehen, sich von irgendeiner der Parteien und Menschen, über die man schreibt, vereinnahmen zu lassen. Da beginnt dann die eigentliche Professionalität.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Richard Gutjahrs Ägypten-Aktion &#8211; PR in eigener Sache</p>
<p>Offen ausgesprochen ist seine Aktion vor allem eines: Ein geschickter PR-Schachzug, um sich ins Geschäft zu bringen. Ich habe mir erst überlegt, ob ich im Mittelhessenblog unter der Rubrik Journalismus und Internet etwas dazu schreibe. Ich denke, hier ist auch ein guter Platz.<br />
Gutjahr ist kein Unbekannter. In Onliner-Kreisen zumal. Dann hat er als Fernsehmann seine Kontakte. Wie es um sein privates Umfeld bestellt ist, weiß ich nicht.<br />
Aber: Wäre ich solo, müsste auf niemanden privat Rücksicht nehmen (Kinder, Frau) hätte ich diesen Job ebenfalls gemacht. Warum: Ein klassisches journalistisches Feld: Kriegs- und Krisenberichterstattung waren schon immer das, was &#8220;ging&#8221;. Das fängt mit den Berichten eines Marco Polos an , geht über Merian und wird mit Gutjahrs Aktion nicht enden.<br />
Die Kernfrage ist meines Erachtens die: Gutjahr hat nach einer Möglichkeit gesucht, sein Blog ins Gespräch zu bringen mit einer spektakulären Aktion. Als Fernsehmann verfügt er dazu noch über ein entsprechendes Netzwerk. In seinem Blog hat er um entsprechende Flattr-Unterstützung gebeten. Inwieweit die etablierten Medien ihm für seinen journalistischen Vorstoß auch etwas zahlen, das bleibt vorerst sein Geheimnis oder ob sie nur &#8220;dankbar&#8221; sich seiner Leistung bedienen.<br />
Jetzt gilt noch dies: Wichtige Themen gibt es aucih im lokalen und regionalen. Der Großteil unserer Zunft arbeitet in der Regel eher im deutschsprachigen Raum, im Ausnahmefall wohl eher als weniger als freier Auslandsblogger oder Blogjournalist. Diese Arbeit muss allerdings auch finanziert werden.<br />
Deswegen: So sehr ich Gutjahrs Gedankengänge nachvollziehen kann, so wenig halte ich es für &#8220;den Durchbruch&#8221; auf dem Weg zu einem Blogjournalismus, der auch wirtschaftlich interessant ist.<br />
Aber auch aus journalistischer Hinsicht teile ich nicht unbedingt den Enthusiasmus: Interessant wird die Ägypten nämlich eigentlich erst jetzt. Wer setzt sich durch. Was machen die Ereignisse mit den Menschen? Der beste Journalist ist in dem Augenblick der, der vollkommen unauffällig in der Menge verschwindet, sich Vertraute schafft und von dieser Position aus arbeitet. Dafür muss man aber mindestens drei Dinge mitbringen: Geduld, die Abwesenheit von Eitelkeit und die Fähigkeit, der Versuchung zu widerstehen, sich von irgendeiner der Parteien und Menschen, über die man schreibt, vereinnahmen zu lassen. Da beginnt dann die eigentliche Professionalität.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Tage des Ruhms &#8211; Bloggen aus dem Krisengebiet von Medial Digital&#187; Journalismus Neu Unternehmer-Journalismus &#187; Ein Lanze für den Unternehmerjournalismus: Richard Gutjahr in Kairo</title>
		<link>http://www.hansoberberger.de/2011/02/tage-des-ruhms-bloggen-aus-krisengebieten/#comment-32</link>
		<dc:creator>Medial Digital&#187; Journalismus Neu Unternehmer-Journalismus &#187; Ein Lanze für den Unternehmerjournalismus: Richard Gutjahr in Kairo</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 08:44:21 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Tage des Ruhms – Bloggen aus dem Krisengebiet (Hans Oberberger) [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Tage des Ruhms – Bloggen aus dem Krisengebiet (Hans Oberberger) [...]</p>
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